Der Behandlungsbedarf von Suchterkrankungen und seelischen Leiden ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Neben der Medikamenten gestützten Therapie gibt es seit ca. 30 Jahren auch den Ansatz des NADA- Protokolls, welches der Psychiater Dr. M. O. Smith des Lincoln Hospitals entwickelte. NADA steht für National Acupuncture Detoxifikation Association. Hauptelement dieser Therapie ist die Akupunktur, welche im Gruppenrahmen erfolgt. Die Behandlung ist unmittelbar wirksam und kann in jede konventionelle Therapie integriert werden.

Das NADA- Protokoll wird bei Menschen mit psychischen Erkrankungen und beim Alkohol- und Drogenentzug (Heroin, Crystal Meth, Medikamente usw.) sowie zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Darüber hinaus kann es auch in der Behandlung psychischer Erkrankungen (z. B. Depression, Burnout), der Gerontopsychiatrie (z. B. bei Alzheimerpatienten), der Stressbewältigung, der Traumatherapie oder bei Kindern mit ADHS zum Einsatz kommen.

Ziel der Therapie ist eine Stabilisierung und Stärkung der Psyche. Die vegetativen Funktionen werden ausgeglichen, was Symptome wie Unruhe, Herzklopfen, Zittern, Konzentrations- und Schlafstörungen, Schweißneigung und Übelkeit lindert. Der Suchtdruck der Klienten wird vermindert und es entsteht ein Raum für Veränderung, der es dem Patienten erleichtert, sich für eine Therapie zu öffnen. NADA kann somit der erste Schritt einer erfolgreichen Therapie sein und unterstützend während dieser eingesetzt werden.